Sonntag, 3. Mai 2015

Essen aus der Kindheit | Fingernudeln, Baunkerl, Stempen

Huii heute bin ich dran mit meinem Essen aus der Kindheit.

da war ich müde und hatte Hunger - schlechte Kombination :)


Ich hatte wie schon erzählt wirklich lange überlegt, welches Gericht ich euch vorstellen möchte. Mir gingen soo viele Dinge im Kopf rum, angefangen von Nudeln mit Ketchup bis hin zu Amerikanern war wirklich alles dabei. 

Doch ein Gericht habe ich wirklich sooo sehr geliebt in meiner Kindheit und freue mich heute noch wie wahnsinnig, wenn es dieses gibt. Ich selber hatte es bis vor kurzem ehrlich gesagt noch nie ausprobiert, da das für mich irgendwie ein Gericht war, welches es immer bei meinen Großeltern gab und ich es auch nur dort gegessen habe.



Und zwar sind das so genannte Fingernudeln oder auch Baunkerl oder Stempen genannt. Dieses Gericht ist sehr vergleichbar mit Schupfnudeln und auch ein uraltest Rezept. Das Rezeptbuch, aus welchem das Rezept stammt ist noch in altdeutscher Sprache geschrieben und ich musste es erst einmal entziffern :) 

Als Kind habe ich schon alles geliebt, das mit Kartoffeln zu tun hatte. Und diese Fingernudeln, welche außen auch noch soooo schön kross waren, ein Traum. 

Ich habe sie immer am liebsten pur und einfach aus einer großen Schüssel rausgegessen :) Aber man kann sie selbstverständlich auch hervorragend mit Sauerkraut (der Klassiker) oder mit Apfelmus verzehren. Beides ist sehr zu empfehlen. 



Aber warum eigentlich Fingernudeln? Ich denke sie heißen so, da sie wie lange Würste gerollt werden und dann in daumengroße Stücke geschnitten und in der Pfanne heraus gebraten werden. 

Aber jetzt habe ich euch genug vorgeschwärmt, hier gibt es mein Rezept für die leckeren Fingernudeln:

Für ca. 4 Personen braucht ihr:

1 kg mehlige Kartoffeln
80-150g Mehl
etwas Salz
1 Ei
 Butter zum rausbraten (alternativ Öl)

Die gekochten Kartoffeln schälen und heiß durchpressen, dann am besten über Nacht auskühlen lassen.

Am nächsten Tag das Ei verquirlen und darübergeben, das ganze untermegen und nach und nach Mehl und Salz dazugeben. Die Menge des Mehls hängt von der Art der Kartoffeln ab, einfach immer etwas mehr Mehl hinzugeben, bis ein gut formbarer Teig entsteht. 

Dann aus dem Kartoffelteig lange Würste formen, diese in etwa fingergroße Nudeln formen und in der heißen Pfanne mit Butter langsam ausbacken. 


Das wars auch schon.

Eigentlich total einfach und super lecker.

Müsst ihr unbedingt einmal ausprobieren.

Hunger gestillt :)


Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende, für mich geht es jetzt ab auf den Spargelmarkt. Mal kucken was es alles so gibt.

Bis bald.

Und schaut unbedingt die nächsten Tage noch bei den anderen Mädls vorbei.


Kommentare:

  1. Bis jetzt kannte ich immer nur die klassischen Schupfnudeln, aber deine Fingernudeln sehen auch extrem lecker aus :)
    Ein sehr schönes Rezept :)
    <3 Anna
    http://live-love-laugh-blogg.blogspot.de/

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  2. Ich liebe Schupfnudeln :)
    Und diese Fingernudeln sehen sehr lecker aus!
    Muss ich auf jeden Fall mal ausprobieren. :)
    Liebe Grüße, Lisa<3
    http://kleinemomente2.blogspot.de

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  3. Die Schupfnudeln werden bei uns im Schwabeland Buabespitzle genannt :D Ich hab die früher als Kind auch sooo geliebt *__*
    Liebe Grüße Marina von,

    -->ThinkingOutLoud<--

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  4. Süßes Kinderbild von dir :) Müde und hungrig ist glaub ich auch im Erwachsenenalter noch die schlimmste Kombination :)
    Meine Oma hat oft Schupfnudel gemacht, also auch ein Rezept welches ich absolut mit meiner Kindheit verbinde.
    Liebe Grüße
    Steffi
    http://steffi-worthreading.blogspot.de

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  5. Oh, das hab ich auch so gern gegessen als Kind, am liebsten dann wirklich mit Apfelmus.
    Das Rezept muss ich mir gleich speichern.
    Liebe Grüße Ela

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  6. Einfach genial!! Die Fingernudeln heißen hier in Tirol "Baunzen" :). Hat meine Oma immer gemacht, mein absolutes Lieblingsessen...natürlich mit Apfelmus. :D

    Liebe Grüße,
    Verena
    whoismocca.com

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  7. Mhm das sieht ja echt lecker aus.. wobei ich das süß gar nicht kenne ;)

    Alles Liebe, Katii

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